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Donnerstag, 29. Juli 2010
 
 
Herzog vs. Rürup


Reformen von Herzog und Rürup im Vergleich

Gesundheit


Herzog-Kommission
Rürup-Kommission
Umsetzungschancen

- Auszahlung des Arbeitgeberanteils zur Krankenversicherung als Lohn

- Kapitalgedeckte "Demografiereserve" für die gesetzliche Krankenversicherung

- Ab 2013 Umstellung auf einkommensunabhängige Kopfprämien ( zirka 260 Euro pro Monat ) plus steuerfinanzierten Sozialausgleich. Prämienhöhe je nach Alter unterschiedlich

- Berechnung der Kassenbeiträge auch auf Mieten und Zinsen

- Obligatorische Privatversicherung für alle Zahnbehandlungen

- ENTWEDER einkommens- und altersunabhängige Kopfpauschalen mit Solidarausgleich über Steuern

- ODER Bürgerversicherung. Einbeziehung von Beamten und Selbständigen in gesetzliche Krankenversicherung, Beiträge auch auf Mieten und Zinsen

Offen Kopfpauschale wie Bürgerversicherung sind in beiden großen Parteien umstritten. Das Problem: Für eine Systemumstellung wäre ein Allparteienkonsens unter Einbeziehung der Bundesländer nötig.
Pflege

- Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters von 65 auf 67 Jahre.

- Abschlagsfreie Rente alternativ nach 45 Versicherungsjahren
( über 63 )

- "Demografischer Faktor": geringere Rentenzuwächse, wenn die Zahl der Rentner sinkt. Effekt stärker als bei Rürups "Nachhaltigkeitsfaktor"

- Basisrente 15 Prozent oberhalb des Sozialhilfeniveaus nach 30 Versicherungsjahren

- Aufwertung der Kindererziehungszeiten bei der Rentenberechnung

- Vereinfachung der Riester-Rente

- Aufstockung des Finanzpolsters der Rentenkassen (Schwankungsreserven)

- Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters von 65 auf 67 Jahre

- "Nachhaltigkeitsfaktor": ab 2005 langsamer wachsende Renten, wenn Zahl der Beitragszahler im Verhältnis zur Zahl der Rentner sinkt.

- Rentennullrunde im kommenden Jahr

- Verschiebung der Rentenauszahlung auf das Monatsende

- Vereinfachung der Riester-Rente

- Aufstockung des Finanzpolsters der Rentenkassen (Schwankungsreserve)

Hoch
Die nötigen Reformschritte in der Rentenversicherung sind unter Experten weitgehend unstrittig. Wenig Differenzen gibt es auch zwischen den Parteien.
 
Rente
 

- Erhöhung des Versicherungsbeitrags von 1,7 auf 3,4 Prozent plus zusätzlich höhere Beiträge für Rentner

- Dynamisierung der Leistungen um 1,5 Prozent

- Aufbau eines kollektiven Kapitalstocks

- Ab 2030 Umstellung auf Prämienfinanzierung ( mit Arbeitgeberbeitrag )

- Wegfall eines Feier- oder Urlaubstags

- Aufwertung der häuslichen Pflege

- Höhere Beiträge für Rentner ( Aufschlag von zwei Prozent des Einkommens )

- Aufbau eines Kapitalstocks über individuelle Konten

- Dynamisierung der Leistungen

- Stabilisierung des Beitrags bei 1,7 Prozent

- Aufwertung der häuslichen Pflege

Hoch
Weitgehend unstrittig ist, dass die Pflegeversicherung mehr Kapitaldeckung benötigt, die Leistungen automatisch steigen sollen und mehr für die häusliche Pflege gezahlt werden muss.
 
 
Top! Top!